Das soll unter anderem mit einem Volksfest gefeiert werden.
Dass Kaarst überhaupt eine Bewerbung als Durchfahrtsort abgeben konnte, ist Franz-Josef Kallen und seinem Team zu verdanken. Der Stadtrat hatte im Juni das Vorhaben begrüßt, gleichzeitig aber deutlich gemacht, dass aus der Stadtkasse keine Mittel fließen würden. Das war der Startschuss für Kallens Engagement. 50.000 Euro musste er für die Bewerbung zusammentragen – und das hat er geschafft. Ihm zur Seite standen und stehen Radsport-Asse wie Friedhelm Kirchhartz, Udo Hempel, Markus Fothen, Andy Beikirch und Günther Schumacher. „Jetzt peilen wir rund 70.000 Euro an“, macht Kallen, auch Präsident des VfR Büttgen, deutlich, dass weitere Geldgeber für diverse Veranstaltungen gesucht werden. „Bisher haben wir acht Großsponsoren und etwa 50 kleinere Sponsoren“, freut sich Kallen über die tolle Unterstützung.
Als nächster Schritt wird ein Arbeitskreis gegründet, der sich unter anderem um das Rahmenprogramm während der Durchfahrt kümmern soll. Angedacht ist eine „Tour de Kaarst“, bei der auch markante Punkte mit Frankreich-Bezug abgefahren werden könnten, wie zum Beispiel der von Napoleon gebaute Nordkanal und die Erinnerungsstücke an die Partnerstadt La Madeleine.
„Für Kaarst ist dies ein besonderes Ereignis. Kommt doch mit der Tour de France das weltgrößte und bedeutendste Radrennen in unsere Stadt. Ich bin sicher, die Kaarsterinnen und Kaarster machen mit, es wird unser Radsporttag werden“, so Bürgermeisterin Dr. Nienhaus.
Der genaue Streckenverlauf soll erst im November bekannt gegeben werden. Kallen hofft, dass die Tour am Kaarster Rathaus, dem neuen Ikea-Möbelhaus und dem Sportforum Büttgen vorbeiführt.
Rolf Retzlaff