Polizeisprecher Gerko Siemer weiß: „Das Motto der Kampagne ist ,Augen auf, Taschen zu‘ und das fasst es schon ganz gut zusammen. Gerade in größeren Personengruppen, etwa beim Fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr oder beim Ein- und Aussteigen, sollte man generell aufmerksam sein.“ Auch in Geschäften und Supermärkten sei man ein leichtes Ziel, wenn man seine Taschen nicht immer aufmerksam im Blick behalte.
Er rät, Wertsachen immer dicht am Körper zu tragen, möglichst unter der Jacke und in einer Bauch- oder Brusttasche. „Idealerweise getrennt voneinander. Wer sich etwa den PIN für seine Bankkarte notieren muss, sollte diese auf keinen Fall in einem gemeinsamen Geldbeutel tragen!“, warnt er. Auch Handy und andere Wertsachen werden am besten verteilt, damit nicht mit einem Griff gleich alles weg ist.
Darüber hinaus empfiehlt er, nicht übermäßig viel Bargeld mit sich zu führen, wenn es nicht nötig ist. Wer feststellt, dass seine Geldbörse weg ist, sollte als Allererstes die Polizei informieren und seine Bankkarten sperren lassen (Sperr-Notruf: 116 116).
„Wir hoffen, die Zahl der Taschendiebstähle so gemeinsam verringern zu können“, so der Polizeisprecher. In Neuss waren das im vergangenen Jahr 386, im gesamten Kreis 671 Taschendiebstähle. Die Aufklärungsquote liegt bei fast 6 Prozent (Kreis: fast 7 Prozent).